Lagebeziehung
Räumliche Lagebegriffe aus Sicht einer Figur bestimmen und die eigene Bildschirmansicht von einer anderen Perspektive unterscheiden.
Was wird bei Lagebeziehungen geübt?
Kinder bestimmen, wo ein Gegenstand aus Sicht einer Figur liegt. Sie üben links, rechts, über, unter, vor und hinter. Sechs Stufen erweitern die Lagebegriffe und wechseln zwischen Rücken-, Vorder- und Seitenansicht; in der höchsten Stufe kann die Figur zusätzlich kopfüber stehen.
Warum ist das wichtig?
Räumliche Orientierung und Perspektivübernahme gehören zur Leitidee Raum und Form. Lagebeziehungen eindeutig zu beschreiben unterstützt Wegeplanung, Planlesen und geometrisches Denken. Kinder lernen dabei, ein Bezugssystem bewusst zu wählen und ihre eigene Sicht von der Sicht einer anderen Person zu trennen.
Didaktischer Hinweis
Lagebegriffe sollten handelnd und sprachlich aufgebaut werden: Ein Kind stellt oder legt einen Gegenstand und beschreibt die Position mit vollständigem Bezug. Die ersten Stufen sichern links, rechts, über und unter. Ab Stufe 3 kommen Tiefe und wechselnde Blickrichtungen hinzu; die kopfüber gedrehte Figur verlangt eine besonders anspruchsvolle Perspektivübernahme.
Für wen ist das Spiel geeignet?
Das Spiel eignet sich für Vorschule, Grundschule und Förderung bei unsicheren Lagebegriffen. Die ersten beiden Stufen bieten einen sprachlich klaren Einstieg. Die späteren Perspektivstufen passen zu geübteren Kindern, Partnergesprächen und Aufgaben, bei denen räumliche Entscheidungen begründet werden.